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Gelenkachsenkorrektur als Therapieoption für die Schulter

Wann kann eine biomechanische Korrektur des Gelenks eine Alternative zum Ersatz sein?

Die Gelenkachsenkorrektur, auch als Osteotomie oder Gelenkkorrektur bekannt, ist ein modernes orthopädisches Verfahren, das darauf abzielt, die natürliche Funktion des Gelenks zu erhalten und die Notwendigkeit eines vollständigen Gelenkersatzes hinauszuzögern oder sogar zu vermeiden. Diese Methode ist besonders wirksam bei Patienten mit Gelenkdegeneration, Instabilität oder Deformitäten, die jedoch noch über ausreichend gesunde Knorpel- und Gelenkstrukturen verfügen, um von einer Korrektur zu profitieren.

Im Gegensatz zum Gelenkersatz, bei dem Teile des Gelenks entfernt und durch künstliche Implantate ersetzt werden, zielt die Gelenkachsenkorrektur darauf ab, die Kräfte innerhalb des Gelenks neu zu verteilen, Ungleichgewichte zu korrigieren und übermäßigen Verschleiß zu reduzieren. Dieser Ansatz ist insbesondere für aktive Patienten oder jene geeignet, die ihre natürliche Gelenkfunktion möglichst lange erhalten möchten.

Wer kann von einer biomechanischen Korrektur des Gelenks profitieren?

Ein Gelenkersatz wird oft als letzte Option bei schwerer Arthrose, Instabilität oder irreversiblen Knorpelschäden betrachtet. Doch für viele Patienten kann eine weniger invasive Methode wie die Osteotomie erhebliche Schmerzlinderung und verbesserte Gelenkfunktion bieten.

Besonders vorteilhaft ist eine Achsenkorrektur in folgenden Fällen:

Durch den Erhalt der natürlichen Gelenkstruktur bietet eine Achskorrektur eine langfristige Lösung, die Mobilität und Funktionalität bewahrt.

Vorteile der Gelenkachsenkorrektur gegenüber dem Gelenkersatz

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Welche Osteotomien und Korrekturen sind an der Schulter möglich?

Die Schulter ist ein hochbewegliches Gelenk, das besonders anfällig für Instabilität und degenerative Veränderungen ist. In vielen Fällen können Osteotomie- und Gelenkachsenkorrekturen zur Schmerzlinderung und Funktionswiederherstellung beitragen.

Glenoid-Osteotomie

Bei Patienten mit Schulterinstabilität oder Glenoid-Knochendefekten infolge wiederholter Luxationen kann eine Glenoid-Osteotomie die Stabilität und Ausrichtung wiederherstellen. Dieses Verfahren kann weitere Instabilitäten verhindern und das Risiko einer Arthrose senken.

Humerus-Osteotomie

Humerus-Osteotomien werden bei Fehlheilungen von Frakturen oder Rotationsdeformitäten durchgeführt, die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen. Durch die Neuausrichtung des Oberarmknochens kann die Schulterbeweglichkeit verbessert und die Gelenkbelastung optimiert werden.

Akromion-Osteotomie

Patienten mit Impingement-Syndrom oder Degeneration des Akromioklavikulargelenks können von einer Akromion-Osteotomie profitieren. Dabei wird das Akromion umgeformt, um den Druck auf die Rotatorenmanschette zu reduzieren.

Gelenkachsenkorrektur bei Arthrose

Bei Patienten mit früher Arthrose können korrigierende Osteotomien die Belastung von geschädigten Bereichen umverteilen, sodass die Gelenkfunktion erhalten bleibt und der Verschleiß verlangsamt wird.

Biomechanische Korrektur bei Rotatorenmanschettenproblemen

Bei Patienten mit chronischen Rotatorenmanschettenläsionen kann eine biomechanische Achskorrektur die Schulterfunktion optimieren und Schmerzen reduzieren, um weitere degenerative Veränderungen zu verhindern.

Fallstudien und Erfolgsraten dieser Methoden

Studien haben gezeigt, dass Osteotomien und Gelenkachsenkorrekturen bei der richtigen Patientengruppe hochwirksam sind.

Klinische Forschung belegt, dass korrekt durchgeführte Achskorrekturen die Lebensdauer des Gelenks um 10–15 Jahre oder länger verlängern können und dabei Schmerzen reduzieren sowie die Funktion verbessern.

Die Erfolgsraten hängen ab von:

Langzeitstudien zeigen, dass viele Patienten nach einer Gelenkachsenkorrektur keinen vollständigen Gelenkersatz benötigen und stattdessen eine erhebliche Schmerzreduktion und verbesserte Beweglichkeit erleben.

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Häufig gestellte Fragen

Patienten mit Fehlstellungen, früher Arthrose oder Instabilität, aber noch ausreichend gesundem Knorpel, können von der Korrektur profitieren. Ein Orthopäde entscheidet über die Eignung.

Die Erholungszeit variiert je nach Osteotomie-Art und allgemeinem Gesundheitszustand, liegt aber meist bei 3–6 Monaten mit entsprechender Physiotherapie.

Die postoperative Schmerztherapie ist gut kontrollierbar, und die meisten Patienten erleben eine deutliche Schmerzreduktion nach der Heilung.

Während der Gelenkersatz das natürliche Gelenk entfernt, zielt die Osteotomie darauf ab, das Gelenk zu erhalten und einen Ersatz hinauszuzögern oder zu verhindern.

Mögliche Komplikationen umfassen Infektionen, verzögerte Heilung oder unvollständige Korrektur, sind jedoch selten, wenn die Operation von einem erfahrenen Spezialisten durchgeführt wird.

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Wenn Sie mehr über Gelenkachsenkorrekturen und Behandlungsmöglichkeiten erfahren möchten, kontaktieren Sie mich für eine individuelle Beratung.