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Knie: Patellainstabilität

Einführung in die Patellainstabilität

Patellainstabilität bezeichnet eine Fehlstellung der Kniescheibe (Patella), bei der sie aus ihrer normalen Ausrichtung gerät. Dies kann zu Schmerzen, Luxationen und langfristigen Knieproblemen führen. Diese Erkrankung kann die täglichen Aktivitäten sowie sportliche Leistungen erheblich beeinträchtigen. Während einige Fälle konservativ behandelt werden können, erfordern schwere oder wiederkehrende Instabilitäten häufig eine chirurgische Korrektur.

Ursachen und Risikofaktoren

Mehrere Faktoren tragen zur Patellainstabilität bei, darunter:

Patellainstabilität

Symptome und Diagnose

Patienten mit Patellainstabilität können folgende Beschwerden haben:

Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung, Anamnese und bildgebenden Verfahren wie Röntgen, MRT und CT-Scans zur Beurteilung der Knochenstruktur und Bandintegrität.

Leiden Sie an Knie: Patellainstabilität?

Behandlungsmöglichkeiten

Nicht-operative Behandlungen

Leichte Fälle können ohne Operation behandelt werden, z. B. durch:

Chirurgische Eingriffe

Bei wiederkehrender oder schwerer Instabilität ist eine Operation erforderlich, um die Patella auszurichten und die normale Gelenkfunktion wiederherzustellen.

Osteotomien und gelenkerhaltende Rekonstruktionen

Mediale Patellofemorale Band (MPFL)-Rekonstruktion

Die MPFL-Rekonstruktion ist ein häufiges Verfahren zur Stabilisierung der Patella. Dabei wird das beschädigte Band durch eine körpereigene Sehne ersetzt, um eine übermäßige seitliche Bewegung der Patella zu verhindern.

Tuberositas-Tibiae-Osteotomie

Bei dieser Technik wird die knöcherne Ansatzstelle der Patellasehne (Tuberositas tibiae) verlagert, um die Patellaführung zu verbessern und die Belastung auf das Gelenk zu reduzieren.

Trochleoplastik

Die Trochleoplastik vertieft die Trochlearinne, damit die Patella eine stabilere Gleitbahn hat. Dies reduziert das Risiko weiterer Luxationen.

Femurosteotomie

Diese Operation korrigiert eine abnorme Rotation des Oberschenkelknochens (Femur), die eine Patellaluxation begünstigen kann.

Vorteile gelenkerhaltender Techniken

Wer ist ein geeigneter Kandidat?

Gelenkerhaltende Verfahren sind besonders geeignet für:

Erfolgsraten und Fallstudien

Studien zeigen, dass die MPFL-Rekonstruktion eine Erfolgsrate von über 85 % hat und die Kniegelenkstabilität signifikant verbessert. Auch die Tibialtuberositätsosteotomie und die Trochleoplastik erzielen langfristig ausgezeichnete Ergebnisse, sodass Patienten mit minimalen Komplikationen zu einem aktiven Lebensstil zurückkehren können. In vielen Fällen müssen diese Verfahren je nach individueller Pathologie kombiniert werden.

Häufig gestellte Fragen

Typische Symptome sind Knieschmerzen, ein Gefühl des „Verrutschens“ der Kniescheibe und gelegentliche Schwellungen, besonders nach körperlicher Belastung.

Die Erholungszeit beträgt in der Regel etwa 4 Monate, wobei eine gezielte Physiotherapie entscheidend für die Wiederherstellung der Kraft und Stabilität ist.

Leichte Fälle können mit Physiotherapie, Bandagen und Anpassungen der Aktivitäten behandelt werden. Schwere oder wiederholte Instabilitäten erfordern jedoch oft eine Operation.

Osteotomien verbessern die Kniegelenkausrichtung erheblich und reduzieren die Instabilität. Der langfristige Erfolg hängt jedoch von der postoperativen Rehabilitation und dem Lebensstil des Patienten ab.

Die Trochleoplastik hat eine hohe Erfolgsrate. Die meisten Patienten berichten über eine deutliche Linderung der Symptome und ein geringeres Risiko für erneute Luxationen.

Kontakt für eine Beratung

Wenn Sie unter Symptomen einer Patellainstabilität leiden, zögern Sie nicht, mich für weitere Informationen oder eine persönliche Beratung in meiner Praxis in Wien zu kontaktieren.